KEINE MASKERADE

 

 

 

Musik: DAF – Der Räuber und der Prinz
play

 

 

4ar48i2f

 

 

Eigentlich kam es einer Entblößung gleich,
wenn meine Freundin und ich uns im Teeniealter
mitten unterm Jahr
verkleideten, maskierten,
wir in diverse Rollen schlüpften, 
um uns dann öffentlich zur Schau zu stellen.

 

Wir waren außerordentlich kreativ
was die Kostüme anbelangte,
denn in der Dachbodenkammer
befand sich ein wahrer Fundus an Utensilien
die unsere Phantasie regelrecht beflügelte,

 

 

3ahhuo27

 

 

und so, wurde dann wochenlang  geprobt,
bis wir uns durchrangen, uns singend,
tanzend und schauspielernd
einem kleinen Publikum (meist Nachbarn)
zu offenbaren.

 

 

claude-verlinde

 

 

Entblößung sage ich deshalb,
weil, obwohl man Maske trug,
kam doch viel Verborgenes zum Vorschein,
ließ einen selbst manchmal
 ganz nackt dastehen.
@zartgewebt

 

 

Bildquelle: Hugues Gillet u. Claude Verlinde 

 

 

 

16 Antworten auf „KEINE MASKERADE

    1. Weiß nicht, Heaven, mag sein, meine ganze Kindheit/Jugend war ja durch Rollenspiele geprägt.
      Es war so ein Ausleben von vielen unterschiedlichen Persönlichkeiten (die man ja auch in sich trägt) möglich, oder/und ein Sich Hineinversetzen in einen anderen. Oft habe ich da auch einen Mann gemimt, meine Dominanz gelebt (natürlich dabei auch meine Freundin geküsst (Zungenkuss)*urgs.pfuideibl.da.gruselt.es.mich.heute.noch*). Man hat da so unvorstellbar viel Freiraum und Möglichkeiten all seine Fantasie zum Ausdruck zu bringen, alles zu leben, zu sein, was sich gerade in einem auftut. Die Vorstellungen waren nur das Tüpfelchen auf dem i. 😉

      Gefällt 3 Personen

      1. Gruselt dich heute noch der Zungenkuss?
        Mach ich gern 😜😂😂
        Solange ihr beide es wolltet, ist doch alles okay.
        Es zeigt ein bisschen dein außerhalb der Norm Denken und Handeln. Was du dir hoffentlich behalten hast.

        Gefällt 1 Person

        1. Außerhalb der Norm? Keine Ahnung, ist mir auch schnurzegal ob drinnen oder draußen. *lach*
          Mit einem Mann zungenküsse ;->>> ich leidenschaftlich gerne, bei Frauen wird nur die Wange benetzt. Direkt gewollt haben wir das damals, na ja, kann ich nicht wirklich sagen, es war ja nur ein Ausprobieren wie das Küssen funktioniert (wir hatten ja keinerlei Erfahrung darin, aber in einem Alter wo man schon Jungs im Kopf hatte …). Also haben wir dann einfach verschiedene Szenarien in unser Rollenspiel eingebaut …

          Gefällt 2 Personen

          1. Oha, nein, wir führen keine Diskussion über die NORM.😳😳😂😂
            Hattes du nicht über nackt sein geschrieben?
            Warum? Weil ihr euch ausprobiert habt, vor anderen Leuten? Eigene Grenzen ausloten fehlt manchen Mitmenschen und die wundern sich dann, wenn etwas zwischenmenschlich total in die Hose geht.
            Dann lieber so, wie ihr es gemacht habt.

            Gefällt 1 Person

    1. *Tomorrow never knows* mag ich ja sehr gerne, kannte aber bisher nur das Original von den Beatles und die Version von Brian Eno ….

      Wow … aber das hier …. soooo ein g.g.g.eiles Video…. was da so alles zum Schwingen kommt … ;-o

      Gefällt 1 Person

    2. bin tatsächlich zu stark geprägt von der großen zeit der originale.
      liegt in erster und letzter linie daran, meine grössten musik erlebnisse haben in den 60ern, 70ern angefangen, in den 80er kam bereits der erste bruch.
      seit den 50ern: MILES DAVIS, BLUE NOTE.- klassik: PEER GYNT SUITE. MENDELSSON BARTOLDY, MAX BRUCH – zeitsprung 70er LED ZEPPELIN stellvertretend und noch in den 60ern JIMMY HENDRIX – parallel 70er jahre minimal music, alte mittelalterliche musik – sehr lange endlos LEONARD COHEN – entlang des flusses der 80er auch endlos gehört: LAURIE ANDERSON.
      nicht zu vergessen PINK FLOYD, SOUL, wenige schritte weiter LIEDERMACHER, BURG WALDECK LIVE ( DEGENHARDT ! – Reinhard May ließ und lässt mich kalt ). anfang 70er UDO LINDENBERG und etliches ungenannte – viel arabische, chinesische, japanische, türkische musik – darf einige frauen nicht vergessen: BARBARA, JULIETTE GRECO, ach ja, NINA – punkt.

      wohl darum sind viele sounds jener zeiten in dieser dichte nie wieder zu toppen – meist schmerzt das „neue“ schon beim ersten ton in meinen sensiblen ohren – liegt zweifellos an der permanenten verfügbarkeit nicht allein seitens youtube, viele weitere, oft zum einsteigen kostenlos – genau hier bin ich nicht mehr dabei.
      keineswegs nur nostalgie: einst hat man im plattenladen gestöbert, durch coverstpel geblättert, schließlich ein einzelnes album gekauft, eilig nachhause, auf den plattenteller gelegt und ist ohne droge total abgefahren!

      Gefällt 2 Personen

      1. Das kann ich gut nachvollziehen, Dietmar, mir geht es in dieser Hinsicht ähnlich, bin auch ein Fan von Originalen, weil es einfach die Musik „der Zeit“ war, wir mit und diese Musik gelebt haben. Weil sich beim Hören dieser Musik auch jetzt noch so viel auftut, was damals im Hintergrund lief, so viel Gefühle und Emotionen abrufen, die eine Coverversion niemals hergeben kann.
        Manchmal ist es aber auch so, dass mich das Cover einfach mehr flasht als das Original, wie zum Beispiel bei Led Zeppelin das „I can’t quit you baby“, da passiert bei mir einfach wesentlich mehr (bzw. gaaaaanz was anderes) als beim Original von Otis Rush …. .

        Gefällt 1 Person

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s