MEHR ALS …

 

 

 

 

Trotz, dass ich mich
nach wie vor bedeckt halte
ich führe jetzt sicher schon
über dreizehn Jahre
den ein- bzw. anderen Blog

 

 

 

Bonichi

 

 

fühle ich mich beim Schreiben
mehr als nackt

 

 

 

 

 

lege dabei viele meiner
„Kleider“ ab

 

 

 

Chiara Caselli (x)

 

 

drehe mein Innerstes nach außen
@zartgewebt

 

 

Bildquelle: Claudio Bonichi u. Chiara Caselli (Kleid)

 

 

 

21 Antworten auf „MEHR ALS …

  1. Ist das denn nicht der Sinn des Bloggens (so wie wir es verstehen), das Innerste nach außen kehren?
    Sich selbst offenlegen, indem man seine Gedanken und Gefühle in die Hand nimmt, dreht und wendet, nach verdeckten Seiten sucht, um sich am Ende auch selbst in einem etwas anderen Licht wiederzufinden…..

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    1. Ja hallo, Zwischenweltler *freu*, schöööön, wieder einmal von dir zu lesen!
      (Gerade dieser Tage habe ich an dich 😉 gedacht.)

      Ich bin da ganz bei dir, indem was du da sagst, nur habe ich hin und wieder einen Rappel was das Schreiben im Internet anbelangt, das Öffentlich-Stellen privater Fotos und … und … und … . Oft denke ich mir, wieso nur tue ich mir das an und wozu? Aber ich erfahre dadurch, durch dieses Nach-Außen-Tragen und natürlich auch durch andere, die sehr viel in mir zu bewegen vermögen, sehr viel über mich selbst, da kommt eine Unmenge Verborgenes zum Vorschein, das ich nicht missen möchte.
      Und, ich weiß auch nicht, da ist so vieles mehr … und irgendwie … hach ja …

      Wieso schreibst eigentlich du nicht mehr (sehr schade das)? :-/

      Gefällt 1 Person

      1. Du hast an mich gedacht? Das ist schön! Warum denn?
        Es mag komisch für Dich klingen, aber ich schreibe gerade mehr denn je – nur eben nicht mehr öffentlich. Ein wundervoller menschlicher Spiegel hat mich dazu verleitet, den Genuss im reinen Dialog zu finden.
        Ja, ich vermisse dennoch unsere Familie von einst. Deren Verlust macht mich immer noch ein wenig sentimental. Ich sah darin aber auch die Chance, mich an Neues zu wagen. So ist für mich aus dem Schreiben auch ein bisschen Selbstzweck geworden – mehr Weg als Ziel. Und der Verzicht auf Öffentlichkeit ermöglicht es mir, nun wirklich jedes Wort zu benutzen, das mir in den Sinn kommt – grenzenlos, tabulos, anrüchig, verdorben – je nach Gusto. So fällt es mir leichter, auf Entdeckungsreise in die eigene Seele zu gehen.
        Und verbunden bleiben wir ohnehin, liebe Zartgewebt. Bei Dir zu lesen, ist mir immer wieder eine Wohltat. Auch wenn ich selbst hier nichts schreibe, Du wirst spüren, wenn ich Deine Worte lese. Das ist die eigentliche Magie.
        Sei herzlichst gegrüßt,
        Z.

        Gefällt 3 Personen

        1. Waaah! 😉 Da freue ich mich aber sehr für dich, Zwischenweltler, was ich da so höre klingt mehr als nur gut in meinen Ohren. Dennoch, der Austausch mit dir war immer sehr, wie soll ich es sagen, erhellend, das vermisse ich schon; bist ein sehr feinfühliger Mensch (den SchweineIgel hast halt damals gut bändigen können, nur manchmal hat man ihn kurz grunzen gehört *lach*).
          Sei ganz lieb gegrüßt
          zartgewebt

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          1. Na ja, ich habe offenbar das Talent, Muster aufzuweichen und auch mal Horizonte zu erweitern. Das ist es dann, was als erhellend empfunden wird.
            Und Du glaubst gar nicht, wie schwer sich manche mit dem Schweinigeln tun (…und nicht nur damit). 😉
            Vielleicht kommt ja irgendwann die Zeit, wo ich auch wieder bloggen werde. Wer weiß…

            Gefällt 1 Person

          2. 😉 … ja, so ist es wohl.

            Das mit dem Schweineigeln, hmmm … na ja, *lach* da bewegt man sich auf sehr dünnem Eis, da ist nicht jedermann/frau empfänglich dafür, auch muss es dem Moment entsprechen, denn der Schuss kann ganz schnell mal nach hinten losgehen. Die spielerische Komponente ist da mal gar nicht so unwichtig und vor allem das Gespür … ;-).

            Würde mich sehr freuen, wenn du wieder bloggen würdest … wobei ich bin ja selber manchmal im Wiegel-Wagel ob oder ob nicht. ;-}

            (๑ゝᴗම๑) ৷ਕკ~ෆwiйκ

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  2. Habe unzählige, höchst private *g* Bilder gemalt und gezeichnet, und einige exponierte Ausstellungen hinter mir. Möglich, dass ein Betrachter daraus und darauf schließen mochte, wer und was ich bin. Das sind alles deren Vorstellungen, die mit mir nichts zu tun haben. Buddha Guatama soll einmal auf die Frage, wer er sei, gesagt haben:“ich bin wach!“ So oder so, bedeckt oder nicht, wer weiß denn selbst, wer sie/er ist, geschweige denn ein anderer Mensch. Es spielt doch gar keine Rolle, wenn jeder eine Rolle spielt. Geht ums spielen, nicht ums Spiel. Jede Persönlichkeit ist eine Schattenmanifestation des Absoluten, und das Nichts, ist das Potential für Alles, und auch Nacktheit ist bloß ein Kleid … lets go!

    Gefällt 1 Person

      1. Schöngeredet wird auf dieser Welt eh viel zu viel und natürlich erkenn ich auch die leisen Töne des Missfallens, aber was ist das mehr als eine Ahnung? Diese Welt gehört den Lauten und Anmaßenden, sie führen uns ins Verderben!

        Was machst Du demnächst, wenn die lauten Ordentlichen anfangen unsre liberale Welt endgültig zu zertrümmern?

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          1. Gefällt mir sehr, ein starkes Lied das bzw. zwei.

            Ja, und … um noch einmal zum Lästern zurückzukommen, weißt du, Kröte 😉 … ich leide nicht an der Welt, wenngleich mich doch einiges aufregt, ärgert, aber ich leide nicht darunter, auch finde ich es nicht wert, deswegen ein so großes Brimborium zu machen. Leid ist mir nicht fremd, kenne und erfahre auch die dunklen Stunden (ich bewege mich sicherlich nicht nur auf der Sonnenseite des Lebens), nur ist es so, dass ich das Leid wohl zwar auch nach außen trage, ich dabei aber die „leisen“ Töne bevorzuge. Bei Freude quillt es bei mir nur so heraus, da bin ich „laut“, laut auch mit leisen Worten oder auch ganz ohne, leide ich hingegen (und ich rede da nicht von Zahnschmerzen etc… ) verändert sich mein Klang. Ist ganz natürlich das, wie eben auch bei Tag und Nacht oder auch bei Tieren merkt man das ganz gut, ein Tier das wirklich leidet, zieht sich ganz automatisch zurück … verkriecht sich …. wird „leise“ … sein Klang ist ein anderer.

            Ein Löwe der laut brüllt …. hmmm … was sagt dir das?

            Gefällt 4 Personen

  3. Das
    Kleider ablegen
    ist
    mir oft ein
    heiliger
    Akt

    nackt
    da stehen
    verweilen
    und alles
    um und an
    mir fühlen

    mich mir zumuten
    mich einem anderen Menschen zumuten

    und
    schauen dürfen
    wie
    ein Kleidungsstück
    nach dem anderen fällt
    und Nacktheit
    strahlt

    wie ein anderer Mensch
    sich mir zumutet

    nackt

    Gefällt 1 Person

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