Otorongo

 

 

 

 

 

 

Ich spazierte auf einem Wiesenweg

nebst einem geackerten Feld auf der einen

und einem noch stehenden

Maisfeld auf der anderen Seite auf einen Hügel

Oben angekommen, begegnete ich einer guten Bekannten

die vor dem offenen Gatter einer großen

eingezäunten Wiese, die mit einzelnen Bäumen

und Sträuchern bestückt war, stand.

Wir kamen ins Gespräch

unterhielten uns über dies und jenes

als ich plötzlich auf der Wiese hinter einem Strauch

ein Rascheln vernahm

Ich ging ein paar Schritte auf diesen Strauch zu

und da sah ich ihn, einen wunderschönen

 

 

panther b

 

 

schwarzer Panther

(nein, er war eher graphitfarben,

sein Fell glänzte fast silbrig, das mich sehr verwunderte)

Er lag auf dem Boden und sah mich

mit seinen bernsteinfarbenen Augen durchdringend an

dann reckte und streckte er sich ganz gemächlich

wobei ich auch seiner riesengroßen

Pranken gewahr wurde

Wow, dachte ich nur, welch samtig weiche Tatzen

ja, weiß nicht, ich spürte nicht wirklich Angst

(nur ein klein mulmig war mir zumute)

es überwiegte einfach

die Entzückung ob dieser wundersamen Erscheinung

 

 

panter ~

 

 

Meine Bekannte hingegen erschrak fürchterlich

wollte augenblicklich wegrennen

doch ich hielt sie zurück, sagte ihr

dass das keine so gute Idee wäre, da der Panther

dies als Fluchtversuch deuten könnte

doch sie riss sich von mir los

lief, ja stolperte geradezu den Wiesenweg hinunter

 

 

Ich war irritiert, wusste nicht

ob bleiben oder ihr hinterherlaufen

und entschied mich dann, ganz vorsichtig, langsam

immer mit Blick auf den Panther

dessen Refugium zu verlassen

Auch er behielt mich unentwegt im Auge

machte aber keine Anstalten

mich oder besser gesagt uns

zu verfolgen, zu jagen

….

dann wachte ich auf

@zartgewebt

 

 

Bildquelle: aus dem Netz

 

 

 

 

K.a.t.z.l.macher

 

 

 

 
 

„Warst wieder bei den K.a.t.z.l.machern!“

so die abschätzigen Worte meines Nachbarn

als ich vor ein paar Tagen von meiner

mehrtägigen Italienreise zurückkehrte

 

 

6.9.21-Italien

 

 

Er mag sie nicht

mag das italienische Volk nicht

keine Ahnung wieso

er kann es auch gar nicht wirklich begründen

Ich hingegen, fühle mich immer

ausgesprochen wohl in Italien

 

 

me..Italien 2021

 

 

liebe das Land, die Leute, die Kultur

 

 

2021.italien.

 

 

 

2021.sept.italien

 

 

fühle mich dort irgendwie heimisch

so gar nicht fremd halt

bewege mich dort wie zuhause auch

 

 

me-sept.2021.italien

 

 

Das kann ich übrigens nicht von jedem Land behaupten

es gibt Länder, die sind zwar wunderschön

doch ich komm’ dort nie richtig an

da stellt sich dieses Heimatgefühl

diese uneingeschränkte Vertrautheit nicht ein

Na ja, egal, was mir jetzt noch stante pede zu den

Ka.tz.l.machern einfällt, ist ein Traum

(ist aber schon seeeehr lange her)

Also, ich träumte, dass ich schwanger wäre

welch Freude aber auch, denn

es war mir im richtigen Leben verwehrt

 

.

 

(lange Geschichte das….)

 

ja, und so war ich einfach hin und weg

dass es gleich so weit sein würde 

 

Wehen, merkte ich kaum

nur ein leichtes Ziehen

und so machte ich es mir auf dem

heimischen Sofa ganz bequem

lehnte mich dort weit zurück

und legte meine beiden Hände

flach untereinander auf den Bauchnabel

und strich damit mit leichtem Druck

den Bauch hinunter

 

Es machte “flutsch* und “ES” war da!

 

Ich sah zwischen meine Beine

und da lag

!

ein winzig kleines rotes Kätzchen

so in etwa wie dieses

 

 

me-Teenie -

 

 

das ich hier als Teenie liebkose

@zartgewebt

 

 

Bildquelle: alle @zartgewebt

 

 

ES WAREN IHRER DREI!

 

 

 

 

 

Still ist es draußen
die Sonne, schon im Abendrot
neigt sich gen Erde
bettet sich zum Schlaf
Mein Auge streift durch den Garten
verweilt dort und da
im Bunt der Blumen
da vernehme ich plötzlich ein Rascheln
es kommt aus dem
ans Haus grenzenden Getreidefeld

 

 

Hach, denke ich mir
ist gewiss wieder ein Reh
klettere auf die Mauer
um es näher betrachten zu können
Ja, und was soll ich sagen
es raschelt und raschelt, kommt immer näher
da steigt plötzlich eine
Riesenschlange aus dem Getreide hoch

 

 

6546103-ZFRZQBPT-7

 

 

überdimensional groß
im Durchmesser
sicher einen Meter oder mehr
Länge….?
Ja … keine Ahnung
sie gleitet wieder ins Feld ab
sehe sie auf und nieder steigen
dann, taucht da noch eine Zweite auf
und eine Dritte!

 

 

Boah, ich bin hin und weg
spüre keine Angst
schaue, wie sie sich gemeinsam aufrichten
und in verschiedene Richtungen
auseinanderstieben
um dann wieder
aufeinander zuzustreben
 

 

Was für ein Schauspiel!
 

 

Ich wache auf
@zartgewebt
 

 

Bildquelle: aus dem Netz

 

 

KEIN TRAUM

 

 

 

kein Traum . aliens

 

 

Ich wache auf

ist sicher schon lange nach Mitternacht

das Schlafzimmer

in ein mir seltsames, blaues

Licht getaucht das vom Fenster herführt

Eine sehr bedrückende

Stimmung macht sich augenblicklich in mir breit

nein, es ist pure Angst

die mir schier die Kehle zuschnürt

denn ich nehme am Fußende meines Bettes

ich weiß nicht mehr genau, vier

oder waren es fünf

kleine dunkle Gestalten wahr

Ich kenne sie, sie besuchen mich

nicht das erste Mal

ist jetzt schon das dritte Mal, dass…!

 

 

 

 

Bitte, ich will das nicht mehr!”,

so mein Gedankengut

und gerate in Panik, denn ich weiß

was sie mit mir vorhaben

will schreien

will wild um mich schlagen

will den Mann an meiner Seite wecken

dass er mir hilft

doch ich bringe keinen einzigen Ton aus mir

kann mich keinen Millimeter bewegen

bin gefangen in einer Lähmung

paralysiert

(Das ist übrigens ein sehr grausames Gefühl!)

So werfe ich diesen Wesen 

  in meiner unsagbaren Not

schlussendlich nur Gedanken an den Kopf

vermittle ihnen flehentlich via Gedankenübertragung

mich doch in Ruhe zu lassen

endlich zu verschwinden

denn ich kann ihnen nicht geben

was sie von mir wollen

sage” ihnen, dass sie umsonst hier wären

weil es da etwas gibt

das sie noch nicht zu wissen scheinen

und auch ich erst seit gut einem Jahr erfahren habe

dass alle Mühe umsonst

 

 

hat nicht sollen sein..

 

 

Es fruchtet sofort

augenblicklich sind sie alle verschwunden

auch kann ich sofort wieder sprechen

mich bewegen

Es war übrigens

ihr letzter Besuch hier bei mir

(ist schon ewig her)

sie kamen seither nie wieder!

@zartgewebt

 

Bildquelle: aus dem Netz

 

 

 

WOLLLUST

 

 

 

 

Ich liege auf der Wiese

schaue gen Himmel

fühle mich sonnig, wohlig

genieße,  den mich umkosenden Wind

Da, plötzlich

ich vernehme ein Grunzen

richte mich auf

schaue um mich, sehe

wie ein Wollschwein auf mich zutrabt

 

 

wollschwein

 

 

Ganz vertraut

gesellt es sich zu mir

stubst mich mich seinem feuchten Rüssel

kuschelt sich

an meine nackten Beine

dreht sich auf den Rücken

wälzt sich im Gras



Meine Hand wühlt, vergräbt sich

im weichen Bauchhaar des Schweines

ahhh, wie tut das gut

mir, und sichtlich auch dem “Saubär”

denn ich merke

als ich so mehr oder weniger sanft

über sein Bäuchlein gleite

dass sein Geschlechtsteil erigiert ist

zwar stimuliere ich es nicht

doch manchmal

gleite ich leicht mit dem Handrücken

sowie mit den Fingern zart

über seine Erektion

schlussendlich

fasse ich dann doch seine Eier

ganz prall und warm

liegen sie in meiner Hand

 

Ich habe einen Orgasmus

wache auf

@zartgewebt

 

 

Bildquelle: alle aus dem Netz


 



 

DOPPELT GEMOPPELT

 

 

 

 

 

 

Eigentlich wollte ich ja
nicht mehr darüber schreiben
aber sie verfolgen mich derzeit wieder massiv
diese Doppelzahlen
wie zum Beispiel

 

17:17
11:11
19:19
23:23
usw.

 

Geht schon ein paar Wochen so
oder besser gesagt Monate
immer dann nämlich, wenn ich auf die Uhr gucke
das tue ich zwar ganz selten
trage ja nicht mal eine Uhr
werde ich meist von einer Doppelzahl überrascht

 

Aaaaah, denke ich mir
 das!!!! hatte ich doch schon mal
ich schrieb damals – ist schon ein paar Jahre her –
in meinem alten Blog darüber
weil ich mir einfach
 keinen Reim darauf machen konnte
die ganze Zauberei so ca. ein Jahr lang anhielt und dann
plötzlich wieder verschwand

 

Ja, und dem nicht genug, hatte ich dieser Tage
einen gar seltsamen Traum:

 

Ich junge Maid, befand mich am Rande eines Marktplatzes
viele Leute drängten in die Mitte
es war kein Tumult, kein Aufstand
vermutlich gab es nur etwas Interessantes zu sehen
 zu bestaunen, keine Ahnung
wie dem auch sei, mir fiel auf
dass die Frauen alle lange Kleider trugen
viele mit prachtvollen, weit ausgestellten Röcken
die lange Haarpracht war unter einem Hut
oder einer Haube hochgesteckt
die Männer hatten so halblange Mäntel an
Hosen bis zum Knie, darunter Stutzen
schöne Schuhe, auch sie waren gut behütet
nur jene Frauen und Männer, die am Rande standen
waren eher ärmlich gekleidet

 

Komisch, dachte ich mir, irgendwie
gehöre ich hier nicht her, fühlte mich fehl am Platze
was mir aber ganz besonders in Erinnerung blieb, ist
dass ich unbedingt wissen wollte
welches Jahr wir schrieben
so fragte ich die Leute die neben mir standen um die Jahreszahl
doch die nahmen keine Notiz von mir
 drängten nur alle nach vorne
Selbst, bewegte ich mich auch in Richtung Marktplatzmitte
da fiel mir eine schmächtige Gestalt auf
ein Männlein, bunt gekleidet mit überall kleinen Glöckchen dran
mich stark an einen Kasperl erinnernd
es saß auf einem Mauervorsprung und sah mich direkt an
deutete mit ausgestrecktem Arm auf den riesigen Ziehbrunnen
der sich da jetzt mittig auf dem Marktplatz direkt vor mir auftat
um den sich die Gesellschaft versammelt hatte

 

Ja, und dann sah ich sie, die Zahl
unübersehbar groß prangte sie auf der Brunnenmauer

 

1515

 

@zartgewebt

 

 

Bildquelle: Bild 1 Koty2 / Bild 2 @zartgewebt

 

 

NIEMAND HATTE ANGST

 

 

 

 

 

 

 

Ich hatte keine Angst

 

 Niemand 
hatte Angst

 

 

Es ist jetzt schon zig Jahre her
da träumte ich vom Weltuntergang
und, was soll ich sagen, es war kein Angst-
bzw. Albtraum, ganz im Gegenteil
es ging alles sehr ruhig, ja, friedlich ab

 

Das Datum, wann es passieren sollte
 weiß ich nicht mehr, dafür aber die Uhrzeit
kurz nach Mitternacht, genauer gesagt
 um Punkt ein Uhr nachts sollte es losgehen

 

Alle wussten es, auch wir, nur
komischerweise brach vorab keine Panik aus
 nirgendwo
 und selber, um ja nichts zu verpassen
 stellten wir noch den Wecker auf kurz vor eins
und gingen dann beruhigt schlafen
Ich weiß noch, wie wir uns dann alle
 ich wohnte im Traum noch bei meinen Eltern
 kurz vor dem Ereignis hinter dem Haus versammelt haben
alle, mit dem Blick auf ein großes Feld gerichtet
auch die Nachbarn kamen vereinzelt aus ihren Häusern
jeder gefasst und seltsam still
 Dann, plötzlich, um ein Uhr ging die Sonne auf
 aber nicht wie immer im Osten, nein
 sie schob sich im Westen, fast greifbar nahe
riesengroß und orangerot direkt aus dem Acker

 

Es war wunder- wunderschön
 so wundersam das alles
 die Nacht ward  in ein ganz sanftes Licht getaucht
so ganz atmosphärisch das
ähnlich, wie damals kurz vor der Sonnenfinsternis
nur um ein Vielfaches satter

 

Es verging kaum Zeit, da spürten wir  auch schon Tropfen
vereinzelt, groß,  sie klatschten gen unsere Haut
 nur kamen sie nicht wie gewöhnlich von oben
sondern horizontal
es waren die ersten Anzeichen
der alles verschlingenden Flutwelle
die stante pede einsetzte

 

Keine Panik
kein Aufruhr unter uns
nichts
wir standen alle nur da und staunten

 

 

dann bin ich aufgewacht
@zartgewebt

 

Bildquelle: Francis (Tone) O`Leary

 

 

 

 

*Wah!*

 

 

 

Ich habe geträumt
ist schon wieder so ein, zwei Jahre her
geträumt von einem Dinosaurier

 

Noch nie tat ich das!

 

Ich weiß auch nicht
warum mich gerade das so verwundert
so irritiert
aber von einem Dinosaurier!

 

;-o

 

?

 

Also wirklich!

 

An viel, kann ich mich ja nicht mehr erinnern
nur an das, dass ich unterwegs war
draußen in der Natur
mutterseelenalleine war ich
aber nicht einsam
kein Mensch weit und breit
kein Tier
kein Haus
nur Pflanzen, Wälder
ein paar kahle Berge vor mir
sowie zahlreiche Steine auf dem staubigen Boden
auf dem ich wandelte

 

Es war seltsam still, sonnig, aber nicht heiß
eher angenehm warm
und ich fühlte mich  trotz des Alleinseins wohl
hatte, als ich da so ging,  ein gutes Gefühl in mir

 

Dann, plötzlich, nahm ich aus weiter Entfernung 
eine Bewegung wahr
ich traute meinen Augen kaum, doch, ja,
da stand doch tatsächlich ein Dinosaurier

 

 

 

 

Ich war soooo baff 
und bin’s auch jetzt noch wenn ich so darüber nachdenke
 also, ich stand nur da und dachte 

 

„Waaaaah, ein Dinosaurier!“

 

Er entdeckte mich auch
sah mich direkt an

 

und ich immer nur

 

„Waaah, ein Dinosaurier!“ 

 

Und dann trabte er auch schon auf mich zu
was sage ich, er war pfeilschnell
nicht groß, so um die zweieinhalb Meter
schlank, langer Hals, kleiner Kopf
und warf sich mit Schwung auf mich

 

Ich hatte keine Todesangst
fürchtete nicht um mein Leben
dennoch focht ich einen Kampf aus
wobei, es war mehr ein Sich-spielerisches-Balgen
wo keiner die Absicht verfolgte
den anderen zu verletzen
Tja, wir wälzten uns im Staub
rangen wild
verkeilten unsere Leiber
lösten uns wieder voneinander
dann bin ich aufgewacht

 

„Wah, ein Dinosaurier!“
@zartgewebt

 

Bildquelle: Fotomontage @zartgewebt

 

 

 

BEGEGNUNG MIT …

 

 

 

Musik: Karlheinz Stockhausen

 

Vorweg, ich mag meine Träume, denn meist sind diese von
angenehmer Konsistenz, zwar vielfach obskur oder skurril,
manchmal auch obszön, doch (fast) nie über das Maß der
Unerträglichkeit hinausreichend. Bis auf einmal, ist schon ein paar Jahre her (na ja, ist mir im Laufe der Zeit jetzt schon öfter passiert), also, da musste ich mich zwingen, aufzuwachen. Hört sich eigenartig an, ich weiß, nur es musste sein, denn ich hatte im Traum eine äußerst bizarre Begegnung.

~ ~ ~

Das Land war überflutet, wir hatten Hochwasser.
Ich befand mich in der elterlichen Küche, saß am Fenster und
beobachtete eine Menschenmenge, eine kleine Gruppe
„Gesichtsloser“ (bzw. ich konnte niemanden erkennen),
die schnurstracks, bis zu den Knien im Wasser versunken,
auf mein Elternhaus zusteuerte. Mein besonderes Augenmerk
galt dabei dem Rudelsführer, einer zierlichen Person,
sehr kindlich wirkend, die eine bis über den Po reichende,
handgestrickte Weste trug; meine Weste, eine Weste, die
mir meine Mutter, als ich noch ein Kind war, gestrickt hatte. Nun war es aber leider so, dass ich die Gesichtszüge dieser Person nicht erkennen konnte, da diese den Kopf tief gesenkt hielt und ihn erst hob, als sie sich direkt dem Fenster näherte.
Ich erschrak.
Ich erschrak sehr!
Es starrte mich ein Wesen an, gesichtslos, nur mit riesengroßen Augen ohne Pupillen, eigentlich waren da nur zwei schwarze Löcher, doch ich habe mich in dem Wesen sofort wiedererkannt. In dem gleichen Moment wusste ich
plötzlich, dass ich „nur“ träumte und sofort aufwachen
musste. Es war wie ein Stoppschild:
„Bis hierhin und nicht weiter!“
Ich fand mich auch sogleich im Bett wieder, doch ich
konnte dieses Traumwesen, also „mich?“, nicht abschütteln,
es befand sich noch im Zimmer, stand neben meinem
Bett und starrte mich an. Ich geriet in Panik, wollte
es vertreiben, doch ich konnte mich nicht bewegen, war in
einer ganz seltsamen Starre gefangen. Mit aller Gewalt
versuchte ich mich aufzurichten, das mir dann auch mit
größter Kraftanstrengung gelang, ich schleppte mich
zur Tür, ergriff die Klinke und … lag augenblicklich
wieder im Bett.
Es war zum Verrücktwerden!
Ich wusste: „Ich bin wach!“, doch ich konnte das Bett
nicht verlassen, konnte weder schreien noch einen Finger rühren, zudem fixierte mich noch immer dieses Traumwesen. Nur wusste ich auch, dass dieses Wesen
sofort verschwinden würde, wenn ich nur endlich
fähig wäre, das Zimmer zu verlassen. So versuchte ich es
wieder und wieder und wieder …
Ich scheiterte immer an der Tür!

 

traum c (2)

 

Ich war am Verzweifeln, wollte schreien, mit der
Hand nach dem Wesen schlagen …das mir dann schlussendlich nach schier endlos langer Zeit mit Müh und Not auch gelang.

 

traum b (2)

 

Der Spuk war augenblicklich vorbei.
@zartgewebt
Bildquelle: Katarzyna Widmanska

 

 

MIR TRÄUMTE

 

 

 

 

  

Ludvik Glazer-Naudé

 

 

Da ist ein Haus
nicht mein Haus
es steht mitten im Grünen
weiß ist es
ganz einfach gehalten
und es ist alt
alt, aber nicht verfallen
schnuckelig irgendwie

 

Ich stehe davor
zwar nicht direkt
aber ganz in der Nähe
befinde mich
auf einer saftigen Sommerwiese
und schaue 
sehe, wie du aus der Tür trittst
mir freudig zuwinkst

 

Du kommst auf mich zu
strahlst mich an
bittest mich ins Haus
doch wider Erwarten
bücke ich mich plötzlich
greife nach einem weißen Leintuch
und halte es
wie eine Wand zwischen uns

 

 

hoder-rostami

 

 

Etwas irritiert
gibst du mir zu verstehen
„dass es das nicht braucht“
und bittest mich
das Leintuch zu falten
das ich dann auch mache

 

Es ist himmellang
und ich falte es der Länge nach
ich falte es zu einem festen
kompakten „Schlauch“
lege diesen in die Wiese
und forme damit ein Schneckenhaus

 

Lächelnd nimmst du meine Hand
weist mir den Weg ins Haus
@zartgewebt

 

Bildquelle: unbekannt